Hypnotherapie
Ein wissenschaftlich anerkanntes psychotherapeutisches Verfahren
Hypnotherapie ist ein wissenschaftlich anerkanntes psychotherapeutisches Verfahren für Erwachsene, Kinder und Jugendliche. Sie nutzt einen Zustand fokussierter Aufmerksamkeit, in dem innere Vorstellungen, Gefühle und Erinnerungen leichter zugänglich werden können.
Entgegen einem weit verbreiteten Missverständnis verliert man während einer therapeutischen Hypnose weder die Kontrolle noch den eigenen Willen. Hypnotherapie ist eine aktive Form der Zusammenarbeit zwischen Therapeut und Klient.
Wissenschaftlich belegte Anwendungsbereiche
Laut dem Deutschen Ärzteblatt kann Hypnotherapie sowohl im medizinischen als auch im psychotherapeutischen Bereich eingesetzt werden. Zu den beschriebenen Anwendungsgebieten gehören unter anderem:
Medizinische Hypnose
- Unterstützung bei der Linderung körperlicher Beschwerden
- Verbesserung physiologischer und biochemischer Parameter
- Förderung physiologischer Heilungsprozesse
Psychotherapeutische Hypnotherapie
Hypnotherapie kann dabei unterstützen,
- den Zugang zu eigenen Ressourcen zu erleichtern,
- Verhaltensänderungen zu fördern,
- belastende Denk- und Gefühlsmuster zu verändern,
- emotional belastende Erinnerungen neu zu verarbeiten und
- bisher wenig zugängliche Gefühle in den therapeutischen Prozess einzubeziehen.
(Häuser W., Hagl M., Schmierer A., Hansen E.: Dtsch Arztebl Int. 2016;113:289–296.)
Hypnotherapie und Neuroplastizität
Unser Gehirn bleibt ein Leben lang lernfähig. Diese Fähigkeit bezeichnet man als Neuroplastizität.
In meiner therapeutischen Arbeit nutze ich Hypnotherapie, um neue emotionale Erfahrungen anzubahnen. Innere Vorstellungen können dabei helfen, Erfahrungen zu entwickeln, die im bisherigen Leben möglicherweise gefehlt haben – etwa Sicherheit, Selbstwirksamkeit, Geborgenheit oder Selbstfürsorge.
Solche Erfahrungen ersetzen die Vergangenheit nicht. Sie können dem Gehirn jedoch neue Bezugspunkte anbieten und so therapeutische Veränderungsprozesse unterstützen.
Hypnotherapie in der Traumatherapie
Hypnotherapie ist in meiner Praxis ein Baustein innerhalb eines umfassenden traumatherapeutischen Behandlungskonzeptes.
Je nach Fragestellung kommen unterschiedliche wissenschaftlich fundierte Verfahren wie EMDR, NET, IRRT oder Hypnotherapie zum Einsatz. Welche Methode sinnvoll ist, richtet sich nicht nach einem festen Schema, sondern nach Ihrer individuellen Situation.
Hypnotherapeutische Verfahren nutze ich insbesondere dann, wenn nach der Verarbeitung traumatischer Erfahrungen der Blick wieder stärker auf Ressourcen, neue Erfahrungen und persönliches Wachstum gerichtet werden kann.
Mehr über meine therapeutische Haltung erfahren Sie auf der Seite „So arbeite ich“.
Für welche Beschwerden kann Hypnotherapie eingesetzt werden?
Hypnotherapie kann – je nach Fragestellung – unter anderem bei folgenden Beschwerden Bestandteil einer Behandlung sein:
- Traumafolgestörungen
- Ängste und Phobien
- belastenden Erinnerungen
- Stress- und Anspannungszuständen
- psychosomatischen Beschwerden
- chronischen Schmerzen
- Schlafstörungen
Ob Hypnotherapie in Ihrem Fall sinnvoll ist, besprechen wir gemeinsam im Rahmen der Diagnostik und Therapieplanung.
Häufige Fragen zu Hypnotherapie:
Ja. Die meisten Menschen erleben Hypnose als einen Zustand konzentrierter Aufmerksamkeit und tiefer Entspannung. Sie bleiben während der gesamten Sitzung bei Bewusstsein, können jederzeit sprechen und behalten die Kontrolle über ihr Handeln. Hypnose ist kein Zustand des Ausgeliefertseins, sondern eine Form der fokussierten Aufmerksamkeit, die therapeutische Veränderungsprozesse unterstützen kann.
Nein. Hypnose setzt Ihre freiwillige Mitarbeit voraus. Sie behalten jederzeit die Kontrolle.
Die meisten Menschen können hypnotische Trance erleben. Wie leicht dies gelingt, ist individuell unterschiedlich.
Ja. Hypnotherapie ist wissenschaftlich untersucht und wird in verschiedenen medizinischen und psychotherapeutischen Bereichen eingesetzt.
Ja, je nach Fragestellung. In meiner Praxis dient Hypnotherapie insbesondere der Ressourcenaktivierung und kann im Rahmen des posttraumatischen Wachstums eingesetzt werden.